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(v. Markus Fiack) Ich, als Betroffener, berichte hier über meinen schweren Rückwand Herzinfarkt
Hallo werter Leser,
hier lesen Sie nun den Bericht (Teil 1) über meinen eigenen Herzinfarkt!
Am Abend des 09. Juni 2009 saß ich in meinem Büro am PC und machte einige Änderungen an meiner HP der Hundeschule und der HP der Internetagentur. So etwa gegen 21.00 h rief ich meine Frau zu mir und zeigte ihr die Neuerungen. Während Katja neben mir stand, teilte ich ihr mit, dass ich Herzrasen
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hatte. Ich spürte jeden einzelnen der schnell aufeinander folgenden Schläge in meiner linken Halsseite. Noch während wir die umgebaute Seite betrachteten, ließ dies jedoch nach.
Gegen 22.30 h ließ ich mir ein Vollbad ein. Als ich in der Wanne saß trat das gleiche Phänomen erneut auf – Herzrasen. Ich verließ die Badewanne und noch während ich mich abtrocknete, ließ das nervige Gepoche auch wieder nach.
Wir saßen dann noch eine Zeit lang vor dem Fernsehapparat, bevor wir gegen 01.30 h zu Bett gingen. Ich schlief auch sofort ein. Um 04.10 h erwachte ich und hatte Schmerzen im Bauch oberhalb des Magens.
Nun muss man wissen, dass ich schon seit vielen Jahren an Reflux leide. Bei Reflux fließen Teile des Mageninhaltes, vor allem aber Verdauungssäuren, infolge eines Defektes an dem Ringmuskel, der den Magen zur Speiseröhre hin, verschließen soll, in diese (Speiseröhre) zurück. Dies im Gegensatz zu dem sog. Sodbrennen jedoch nicht manchmal, sondern ständig. Dies verursacht natürlich Schmerzen, stärker als Sodbrennen.
Ich erwachte also um 04.10 h, wie schon so oft, mit starken Schmerzen. Nun, da ich dies ja kannte, stand ich auf, ging zu unserem Medizinschränkchen und nahm mir dort eine Tablette für diesen Fall. Dies tat ich bis um 08.00 h noch ca. 8-mal. Da ich, im Gegensatz zu sonstigen so starken Anfällen, dieses mal den Schmerz einfach nicht in den Griff bekam und der Schmerz sich nun auch langsam in meinen linken Arm und in den Rücken ausbreitete, wurde mir so langsam klar, dass DIESE Schmerzen nichts mit Reflux zu tun hatten.
Ich weckte Katja und bat sie, mich ins Krankenhaus zu bringen. Und nun passierte etwas völlig sonderbares – die Tabletten wirkten plötzlich doch! Als wir am ca. 10 km entfernten Krankenhaus ankamen, war ich völlig schmerzfrei. Ich ging zur Information und meldete mich mit dem Satz an, dass ich wünsche, dass mal ein Arzt nach mir schaut, weil ich glaubte, dass ich in der letzten Nacht einen Herzinfarkt hatte.
Die junge Dame hinter der Information schaute mich zwar ein wenig skeptisch an, zeigte mir aber den Weg zur Aufnahme. Hier meldete ich mich mit einem ähnlichen Satz an. Innerhalb weniger Minuten lag ich auf einer Pritsche, zwei Krankenschwestern bereiteten mich auf ein EKG vor und mir wurde Blut fürs Labor entnommen. Noch während des Ekg’s kamen gleich zwei junge Ärzte in das kleine Zimmer. Zwischenzeitlich hatte ich berichten müssen, wie es mir nachts ergangen war – auch von Reflux war die Rede.
Bei der Auswertung des EKG konnte man mich beruhigen – man konnte auf dem EKG lediglich ein leichtes „Stolpern“ des Herzens bei einigen wenigen Schlägen erkennen, aber einen Herzinfarkt sah man hier nicht.
Da ich aber solch starke Schmerzen hatte, wollte man mich zur Beobachtung hier behalten und am gleichen Mittag eine Endoskopie durchführen.
Ein wenig beruhigter, war ich natürlich mit diesem Vorhaben einverstanden. Ich war dann auch schon wieder etwas mutiger, scherzte mit den Ärzten und einem Krankenpfleger herum – für mich war die Welt eigentlich wieder in Ordnung!
Da wir beide allerdings noch nichts gegessen hatten, fragte ich die beiden Ärzte, ob ich mit meiner Frau die Cafeteria aufsuchen könne, um wenigstens noch etwas zu essen, da die Untersuchung ja erst mittags hätte stattfinden sollen.
Ich wurde aufgefordert, die Damen in der Aufnahme hierüber in Kenntnis zu setzen, damit man wisse, wo ich denn abgeblieben sei. Ich ging in das Zimmer der Aufnahme. Gerade als ich dieses betrat, läutete das Telefon. Während eine der Damen das Telefongespräch entgegen nahm, teilte ich der anderen Dame mit, dass wir beabsichtigten, die Cafeteria aufzusuchen. Hierbei hörte ich von der telefonierenden Dame meinen Namen und ich wusste, dass soeben meine Blutwerte vom Labor mitgeteilt wurden. Ich verließ den Raum und ging zu Katja, die im Wartebereich saß. Ich sagte zu ihr: Alles klar, die wissen Bescheid, wir können gehen. Während Katja nun aufstand und auf mich zu kam, drehte ich mich um und wollte den Raum verlassen.
Vor mir standen ein Krankenpfleger und eine Schwester, mit denen ich zuvor noch gescherzt hatte und einer der beiden Ärzte. Sie machten sehr düstere Gesichter, keiner hatte mehr ein Lächeln, so wie zuvor bei unserem Herumgealbere, auf dem Gesicht. Der Arzt sagte ganz ruhig zu mir, ich solle mich bitte sofort in den von ihnen mitgeführte Rollstuhl setzen, nicht mehr reden und mich möglichst nicht mehr bewegen, man wolle mich SOFORT zur Intensivstation bringen.
Ich lachte und antwortete, dass sie mir mit solchen Scherzen noch mal nach meinem Frühstück kommen dürften.
Immer noch ganz ruhig sagte mir nun der Arzt, dass ich laut der soeben vom Labor mitgeteilten Blutwerte froh sein solle, dass ich überhaupt noch stehe, ich möge dies nun bitte als richtig ernst aufnehmen. Mit einem solch schweren Herzinfarkt könne man nicht spaßen und ich möge mich nun bitte in den Rollstuhl setzen und mich bitte ganz ruhig verhalten, es käme unter Umständen auf jede Sekunde an.
Ich war geschockt – Katja ebenfalls. Natürlich setzte ich mich sofort hin und hielt die Klappe. Keine drei Minuten später stand mein Rollstuhl auf der Intensivstation, ich wurde von Pflegern aus diesem heraus in ein Bett gehoben und dann von den Pflegern entkleidet. Nichts, aber auch gar nichts, durfte ich selbst mehr machen. Blitzschnell war ich an Monitore angeschlossen und hatte einen Zugang an der rechten Armvene gelegt bekommen. Bereits während dieser Zeit telefonierte ein Arzt mit dem Herzzentrum in Völklingen und was ich da so mithörte, ließ mir doch so langsam das Blut in den Adern gefrieren.
Sätze, wie z.B.: DEN Patienten müsst Ihr sofort dran nehmen, heute Mittag kann das bei DEM zu spät sein. Dann folgten ein paar Daten in medizinischen Kauderwelsch, vermutlich die Labordaten, und danach: Ja, wir schicken ihn sofort los, ein Arzt von uns muss ihn begleiten!
Leute ich sag’s Euch – mir ging „der Stift“.
Um 11.30 h traf ich mit einem Krankenwagen, zwei Pflegern und einem Arzt der Notfallmedizin der SHG Klinik Merzig in der Klinik in Völklingen ein. Nun begannen die Aufnahmeformalitäten und die Voruntersuchungen für die Untersuchung mit dem Herzkatheter. Um 12.30 h wurde ich dann in einen Vorraum der Operationsräume im Keller gebracht. Hier stand ich noch ca. eine halbe Stunde, dann wurde ich auf den Operationstisch gelegt und weitere 15 Minuten später konnte ich auf 6 riesigen Monitoren die Kranzgefäße meines Herzens im Röntgenbild und von Innen sehen – der 2. tief greifende Schock an diesem Tag.
Man stellte also fest, dass in der absteigenden Koronararterie, die vorwiegend die Rückwand des Herzens mit Blut versorgt ein chronischer Verschluss sitzt, der nicht mehr repariert werden kann. Das dahinter liegende Gewebe ist teilweise abgestorben; zu den anderen Teilen, die hier noch versorgt werden schreibe ich später noch etwas.
In den anderen beiden absteigenden Koronaren befanden sich mehrere kleine Verengungen, die konnten mit Hilfe eines Ballons wieder aufgedehnt werden. Eine der beiden Hauptkoronararterien hatte eine Verengung von 70 % die andere eine von 60 %, die mit einem Ballon aufgedehnt wurden und dann zusätzlich mit je einem Stent stabilisiert wurden.
Zum Zeitpunkt meiner Einlieferung hatte ich also am Herzen noch eine Blutversorgung von weniger als 40 %. Nun, durch das Aufdehnen einiger Verengungen und das Einsetzen der beiden Stents habe ich wieder eine Versorgung von ca. 65 %.
Bereits während der Operation teilte mir Herr Dr. E. mit, dass wir uns noch in diesem Jahr wieder sehen müssen. Im Dezember will er erneut mittels eines Katheters nachschauen, ob die Blutversorgung des Herzen stabil geblieben ist, oder ob man mir nicht doch lieber Bypässe einbaut, um dem geschädigten Herzen zu helfen.
Das Glück das ich hatte war, dass sich der chronische Verschluss in der zur Rückwand führenden Koronararterie wahrscheinlich über Jahre hinaus langsam gebildet hat und dass das Herz wegen der immer weiter abnehmenden Blutversorgung dort neue Kapilargefäße, gespeißt von den anderen beiden (fast) gesunden Koronararterien, gebildet hat. So fiel beim endgültigen Verschluss der Arterie nicht die gesamte Blutversorgung der Rückwand aus. Das Herz hat sich so selbst geholfen und es ist nicht zu einem gänzlichen Absterben der gesamten Rückwand gekommen – vermutlich darf ich deshalb noch am Leben sein!
Hier verbrachte ich also die nächsten drei Tage auf der Intensivstation, ich erholte mich auch recht zügig. Danach wurde ich in die SHG Klinik nach Merzig zurückverlegt, wo ich eine weitere Woche mit den verschiedensten Untersuchungen und ersten Therapien verbrachte. Danach konnte ich für etwas mehr als eine Woche nach Hause, bevor ich dann in die MediClin Klinik nach Blieskastel/Lautzkirchen zur dreiwöchigen Anschlussheilbehandlung, aus der dann 5 Wochen wurden, kam. Meine Bewertung dieser Anschlussheilbehandlung in der MediClin Klinik können Sie in dem entsprechenden Bewertungsportal nachlesen. Den Bericht über die Nachuntersuchung im Herzzentrum Völklingen im Dez. 2009 lesen Sie auf der Seite mein Infarkt 2.
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Sie wollen wiederkommen, dann
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